Im ehemaligen Jesuitenkolleg in Jindřichův Hradec (Neuhaus) gegenüber dem Haupteingang zur Mariä-Himmelfahrt-Kirche hat seit mehreren Jahren eine Institution ihren Sitz, die sich den Schutz und die Präsentation des tschechischen Kulturerbes auf dem Gebiet der Fotografie zum Ziel gemacht hat. Grundlage der Museumssammlungen stellt der Goldene Fonds dar – eine Sammlung von 220 Werken tschechischer Fotografen der Gegenwart, die in Tschechien und im Ausland leben. Im modern ausgestatteten Archiv mit Studienräumen konzentriert sich der Repräsentationsfonds historischer sowie Gegenwartsfotografien, welche oft zu keiner bestehenden Sammlung gehören. Neben diversen Fotoausstellungen werden im Museum Workshops für Studenten von Lehrstühlen für Fotografie und Hochschulateliers veranstaltet, weiter auch Begleitprogramme und Besichtigungen für Schulgruppen mit Fachkommentar. Für das Jahr 2006 wird die Eröffnung einer Dauerexposition von Fotogeräten vorbereitet. Im improvisierten Fotostudio können die Besucher Porträtfotos mit unterschiedlicher Beleuchtung oder mit historischen Requisiten selbst aufnehmen.
Die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt an der historischen Grenze zwischen Böhmen, Mähren und Österreich ist der drittgrößte Schlosskomplex in der Tschechischen Republik. Das ausgedehnte Areal besteht vorwiegend aus gotischen und Renaissancebauten mit eindrucksvoller künstlerischer Ausschmückung der Interieure, bemerkenswert ist weiter das Rondell, ein Musikpavillon im Renaissancestil mit Stuckschmuck, in dem dank seiner hervorragenden Akustik zahlreiche Konzerte veranstaltet werden. Stadtdominante ist die Mariä-Himmelfahrt-Kirche mit einem fast 70 m hohen Aussichtsturm; durch die Kirchenecke führt der fünfzehnte Meridian. Im Renaissancegebäude des einstigen Jesuitenseminars auf dem Balbín-Platz ist das Museum von Jindřichův Hradec (Neuhaus) und seiner Umgebung untergebracht. Eine Touristenattraktion stellt die Dauerexposition mit der Krýza-Weihnachtskrippe, der größten mechanischen Volkskrippe in der Welt, die im Guiness-Buch der Rekorde eingetragen ist. Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten sind die Kirche des hl. Johannes des Täufers und das ehemalige Minoritenkloster.