Das neu eröffnete Museum hat seinen Sitz im ehemaligen Minoritenkloster, gegründet um das Jahr 1250. Die Dauerexposition dokumentiert die Bergbau-Geschichte in Stříbro (Mies) und seiner Umgebung. Die Besucher können hier eine Sammlung alter Bergmannswerkzeuge und Grubenlampen, einen seltenen Druck des Joachimsthaler Bergrechtes, einmalige Sammlung von Bergmannskitteln und andere Exponate besichtigten. Da der Bergbaubetrieb in Stříbro erst im Jahr 1974 eingestellt worden ist, wird die Exposition dank Hilfe der früheren Bergleute und Sammler um weitere interessante Ausstellungsstücke schrittweise erweitert. Weitere Museumsteile sind der Archäologie, der angewandten Kunst, den Naturwissenschaften, der Ethnographie, den Scharfschützen von Stříbro und der Mineralogie gewidmet. Häufig besucht wird die Sammlung von 3000 Mineralien nicht nur aus der Umgebung von Stříbro, sondern aus der ganzen Tschechischen Republik und der Welt. Im Erdgeschoss des gotischen Komplexes ist der Kreuzweg mit einer Exposition über Kirchenkunst zugänglich, an den der Paradieshof und der Torso der St.-Maria-Magdalenen-Kirche anknüpft. Die Kirche stammte aus der gleichen Zeit wie das Kloster, aber im Jahr 1791 brannte sie nieder, und heute dient sie als Sommerkino.
Der tschechische Name der Stadt deutet auf den Zusammenhang mit der Edelmetallgewinnung hin. Gewonnen wurde hier Silber und Blei, und in der nächsten Umgebung der Stadt befinden sich ungefähr fünfzig alte Stollen. Das wertvollste Denkmal im historischen Stadtkern der gegenwärtigen Stadt ist das Renaissancerathaus mit einem originellen Sgrafittoschmuck an der Fassade, bemerkenswert sind auch zahlreiche historische Bürgerhäuser. Der Stadt dominiert die Allerheiligen-Kirche im Barockstil; das ehemalige Minoritenkloster mit der St.-Maria-Magdalenen-Kirche wird als Museum mit Konzert- und Ausstellungssälen genutzt. Im Jahr 1953 wurden unter dem Klosterhof sterbliche Überreste von zwei kaiserlichen Generälen gefunden, die im Jahr 1634 in Cheb (Eger) zusammen mit Albrecht von Waldstein ermordet worden sind, der auch mehrere Jahre hier begraben lag. Interessantes technisches Denkmal ist die 60 m lange und 5,8 m breite Renaissance-Steinbrücke aus dem Jahr 1560 mit Brückenturm mit Sgrafittoschmuck.