Diese märchenhafte gotische Burg, fast von allen Seiten vom Fluss Ohře umflossen (Eger), stellt die Dominante der gleichnamigen Stadt dar. Die Burg diente in der Vergangenheit lange Zeit als Gefängnis, im Jahr 1898 wurden im markgräflichen Haus die Sammlungen des Stadtmuseums installiert. Heute befinden sich in den Burgräumen Dauerexpositionen über die Stadtgeschichte und das historische Porzellan. Die Besichtigung umfasst auch die Überreste der romanischen Rotunde und Festsäle mit Fresken, zugänglich ist auch der Aussichtsturm. Viele Besucher lassen sich von der attraktiven Exposition des peinliche Gerichts anziehen, in der Sommersaison 2006 wird sie um neue Folterszenen und eine Kollektion von Folterinstrumenten erweitert werden. Die Ausstellung ist im authentischen Milieu der ehemaligen Gefängniszellen installiert. Anlässlich der Feierlichkeiten zum zweiten Jubiläum dieser Exposition wird in der Burg Loket (Elbogen) eine Reihe interessanter Veranstaltungen vorbereitet.
Im Jahr 2001 wurde in der Stadt Loket das Museum der Buchbinderei eröffnet, wahrscheinlich die einzige Dauerexposition ihrer Art in der Welt. An der Entstehung des Museums beteiligten sich die Kunstbuchbinder Jan und Jarmila Sobota, deren Bucheinbände und Buchobjekte in Sammlungen in der ganzen Welt – vom Nationalmuseum in Prag bis nach Metropolitan Museum in New York – vertreten sind. Die Dauerexposition war mehrere Jahren im Schwarzen Turm auf der Burg Loket untergebracht, dann zog das Museum näher zu seinen Besuchern, in das Erdgeschoss des Rathauses im Frühbarockstil in Loket. Die Sammlungen wurden um zahlreiche neue Ausstellungsstücke erweitert. Die Dauerexpositionen dokumentieren die Geschichte der Buchbinderei von den romanischen Zeiten bis zur Gegenwart. In den Sammlungen von Bucheinbänden des 20. Jahrhunderts sind Bücher mit Leder-, Pergament-, Leinen- sowie Papiereinband, mit Hand- oder Farbdekorpapier beklebt ausgestellt, zu sehen ist hier auch eine Buchbinderwerkstätte von der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts.