Die Herrschaft von Duchcov gehörte seit dem Jahr 1642 dem Adels- geschlecht von Waldstein. Durch sein Verdienst ist hier im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts ein ausgedehnter Barockkomplex entstanden, umgeben vom Schlosspark und verziert mit Statuen von Matthias Bernard Braun. Die Besichtigungsrunde umfasst den Billardsaal, Zimmer des Schlosspersonals und eine Exposition, die dem wohl berühmtesten Bewohner des Schlosses in Duchcov – Giacomo Casanova – gewidmet ist, der hier seine letzten dreizehn Jahre als Schlossbibliothekar verbrachte und hier auch starb. Im prunkvollen Barocksaal können die Besucher die Familiengalerie der Waldsteins und Deckengemälde von Václav Vavřinec Reiner bewundern. Für das Jahr 2006 wird die Eröffnung des ersten Teils der umgebauten Waldstein-Museums mit Waffenkammer vorbereitet, zugänglich gemacht wird auch die Exposition Schätze aus den Depositorien mit restaurierten Gemälden und weiteren Artefakten aus den Schlosssammlungen. Auf dem ersten Schlosshof befindet sich ein neu eröffnetes Schlossrestaurant.
Dem Pilgerort am Fuße von Krušné hory (Erzgebirge) dominiert das majestätische Zisterzienserkloster, das jahrhundertelang die Geschichte der Stadt und der weiten Umgebung bestimmt hat. Das Kloster, gegründet gegen Ende des 12. Jahrhunderts, wurde schrittweise im Stil der Burgundergotik erweitert und im Spätbarockstil umgebaut. Den eigentlichen Kern des heutigen Komplexes stellt die Mariä-Himmelfahrt-Kirche im Barockstil dar, die als romanische Basilika zu Beginn des 13. Jahrhunderts erbaut worden ist. Den kostbaren Klosterteil bildet der frühgotische Kapitelsaal mit romanischem Lesepult aus Stein und Sockel in Form eines Knotens. Im monumentalen Klosterareal können die Besucher den Paradieshof mit Kreuzgängen, Brunnenkapelle und den malerischen Terrassengarten mit seinem Zier- und Nutzteil bewundern. Fließendes sowie stehendes Wasser, Statuen, Kleinarchitektur und wertvolle Ziergehölze bilden hier eine bemerkenswerte Landschaftseinheit.