Bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt Polná ist das Schlossareal, das im Zuge des Renaissance- und Barockumbaus der ursprünglichen gotischen Burg aus dem 13. Jahrhundert entstanden ist. Nach der Rekonstruktion wurde das Schloss im Jahr 2005 für die Öffentlichkeit eröffnet. In den Interieuren sind Dauerexpositionen des Museums der Region Vysočina (Böhmisch-Mährische Höhe) installiert, die historischen Uhren und der Entwicklung der Uhrmacherkunst gewidmet sind, weiter die Apotheke U Černého orla (Zum Schwarzen Adler), ein Händlerladen mit Exposition alter Handwerke und ein Hungerturm zu sehen. Saisonangebote umfassen kleinere thematische Ausstellungen, die Arealbesichtigung schließt den Ringgraben und den Hof ein, auf dem sich die Kunstgrundschule, das Kulturzentrum und das Schlossrestaurant befinden. Eine weitere oft besuchte Exposition zeigt die alte Schule in Polná im Barockhaus in der Poděbrad-Straße, in der die Geschichte der Volksbildung von der Mitte des 18. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts dokumentiert wird. Zu sehen sind hier eine Schulklasse aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, Kabinette, Lehrerwohnung und schwarze Küche.
Bemerkenswerten Bestandteil der Stadt bilden jüdische Sehenswürdigkeiten, insbesondere das ehemalige Ghetto, der heutige Karlsplatz und der Rabbinerplatz mit dem Durchgangs-Rabbinerhaus. Zwischen den beiden Plätzen befindet sich die Synagoge aus dem Jahr 1684, heute Sitz des Regionalen jüdischen Museums. Dauerexpositionen sind der Geschichte der Juden in der Region Polná und der Hilsneriade gewidmet – der Verfolgung der Juden am Ende des 19. Jhr., hervogerufen die durch eine konstruierte Beschuldigung des jüdischen Bürgers Leopold Hilsner des angeblichen Ritualmordes an einem christlichen Mädchen. Die älteste leserliche Inschrift auf dem hiesigen jüdischen Friedhof stammt aus dem Jahr 1683. Aufmerksamkeit mancher Tageszeitungen und Zeitschriften fesselte in der letzten Zeit ein Gerücht, dass Ahnen von Adolf Hitler möglicherweise aus Polná stammten. Im Zentrum des Interesses stand insbesondere das Grabmal von Rosalie Müller, geb. Hüttler, im rechten Teil des Friedhofes.