Zu wichtigen Institutionen Nordmährens und Schlesiens gehört das Museum der Region Těšín (Teschen) mit zwölf Zweigstellen. Eine davon ist der Archäopark in Chotěbuz-Podobora, neu eröffnet im November 2005. Das Areal wurde als eine Replik einer ursprünglichen slawischen befestigten Burgstätte aus dem 8. –11. Jahrhundert gebaut. Das Befestigungssystem wird Schritt für Schritt um einzelne Behausungstypen und Werkstätten samt Hüttenöfen und weitere historische Objekte ausgedehnt. Das ganze Projekt soll im Jahr 2010 fertiggestellt werden. Die neue Exposition hat noch keine festen Öffnungszeiten, sie ist von April bis Oktober geöffnet, und nach vorheriger Bestellung kann sie besichtigt werden, und zwar in Gruppen von mindestens zehn Personen. Für die Sommersaison 2006 bereitet das Museum mehrere Veranstaltungen im Areal vor. Insbesondere an den Wochenenden schließen die Besichtigungen anschauliche Szenen aus dem Leben unserer Vorfahren, historische Kleidung sowie Konzerte und anderes mehr ein. Mit den Ergebnissen langjähriger Forschungsarbeiten und weiteren Plänen des Archäoparkes in Chotěbuz-Podobora können sich die Besucher im Museum in Český Těšín bekannt machen.
Diese drittgrößte Stadt in der Tschechischen Republik, das ehemalige Industriezentrum und das Stahlherz des Landes, machte nach dem Jahr 1989 eine tiefgreifende Wandlung durch. Mehrere Industriebetriebe wurden hier außer Betrieb gesetzt, im Jahr 1994 wurden auf dem Gebiet der Stadt die letzten Tonnen Kohle gewonnen, und schrittweise folgte die Konservierung aller Tiefbaugruben. Zusammen mit den Lebensbedingungen änderte sich auch der Gesamtcharakter der Stadt, die sich mit der Zeit zu einem beliebten Veranstaltungsort für Ausstellungen, Messen, Kulturtreffen oder Sportwettbewerbe entwickelt. Sehenswert ist das Stadtrathaus mit einem 86 m hohen Aussichtsturm oder das moderne Gebäude des Marionettentheaters, das im Jahr 1999 eröffnet wurde. Im Ausstellungsgelände Černá louka befinden sich die Exposition des Gespenstkellers und die Miniaturstadt Miniuni. Von den historischen Sehenswürdigkeiten sind vor allem das rekonstruierte Areal der schlesisch-mährischen Burg und die dreischiffige Kathedrale des Göttlichen Erlösers im Neorenaissancestil, die zweitgrößte Kirche in Mähren und Schlesien überhaupt, zu nennen.