Im Tal des Flusses Olešnice in der Nähe von Zlaté Hory ist ein interessantes Freilichtmuseum mit funktionstauglichen Repliken mittelalterlicher Golderzmühlen entstanden. Hier wird die Golderzzerkleinerung vorgeführt, regelmäßig finden hier derart attraktive Veranstaltungen wie die Welt- und Europameisterschaften im Goldwaschen statt. Während der Hauptsaison können die Besucher ihr Glück auf der Goldwäsche ausprobieren. Für Schulen und die breite Öffentlichkeit bereitete das Informationszentrum das Programm Goldfieber in Zlaté Hory vor, das die Geschichte der Golderzgewinnung in der Region Zlaté Hory seit der Kelten-Zeit bis zur Gegenwart vorstellt. Das Programm beginnt mit dem Besuch des Bergmuseums, dessen Expositionen die Historie des Bergbaus, die Geschichte der Stadt und auch die hiesigen Hexenprozesse im 17. Jahrhundert dokumentieren. An die Besichtigung des Freilichtmuseums mit Golderzmühlen knüpft die Wanderung auf dem Lehrpfad an, der den Spuren der Gewinnung dieses Edelmetalls direkt im Terrain folgt. Das Programm wird mit dem Besuch einer Grube und der Speläotherapie abgeschlossen.
Südlich von Zlaté Hory befindet sich das instand gesetzte Wallfahrtsareal, geweiht der Jungfrau Maria, der Helferin der Geborenen. Nach einer Legende flüchtete die damals hochschwangere Anna Tannheiser im Dreißigjährigen Krieg vor den schwedischen Soldaten hierher und brachte ihren Sohn Martin an diesem Ort zur Welt, der später geehrter Bürger und Stadtrat geworden ist. Seine Tochter ließ später eine Kopie des berühmten Gemäldes Madonna von Passau von Lucas Cranach anfertigen und im Wald, an der Stelle, wo ihr Vater geboren ist, aufhängen. Am Gemälde entstand bald eine Kapelle, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch eine Kirche ersetzt wurde. Mit der Zeit entstanden auch der Kreuzweg, die St.-Anna-Kapelle, St.-Martha-Kapelle und die Lourdes-Grotte. Vor dem Zweiten Weltkrieg kamen jedes Jahr bis zu einhunderttausend Pilger hierher. Während des kommunistischen Regimes wurde die Kirche baufällig und schließlich im Jahr 1973 niedergerissen. Im April 1990 weihte Papst Johann Paul II. in Velehrad den Grundstein für ein neues Zentrum, und oberhalb von Zlaté Hory wurde ein neues Areal errichtet, wo heute an die Wallfahrtstraditionen wieder angeknüpft wird.